podcastfieber

Es ist soweit, es ist soweit, es – ist – soweit!

Wenn ich die letzte Zeit still(er) war, dann weil es viel in mir gearbeitet hat und ich endlich einen meiner Wünsche angegangen bin: Ich bin im podcastfieber.
Mir fehlt definitiv das nötige KnowHow, ich brauche mindestens drei mal so lange, wie andere Menschen, um so eine Folge zu erstellen, aber (und wie wir wissen, zählt immer das ABER), es steckt nicht weniger Herzblut, Liebe und Sinn in meinem Projekt. Ich möchte gar nicht so viel sagen und direkt zu dem Grund meiner langen Abwesenheit weiterleiten. Besucht mich doch gerne jeden seidigenSamstag, teilt mir Eure Gedanken, Verbesserungswünsche, Anregungen und Kritik mit. Ich freue mich auf Euch!

Eure Saide

hier geht es zu meinem Projekt!

Anderser

Ich bin ein Sein, das jeden Augenschlag seine Konturen verändern, niemals jedoch verloren gehen kann. Wieso macht Dir das so Sorgen? Ist mein Sein so anders als Deins? Und sind es nicht auch andere Seins? Anders als Deins? Oder ist meins mehr? Anderser? Wenn alle anders sind, wieso falle ich noch auf? Bin ich so anders? Oder mehr? Anderser?

Mein Sein ist nicht wie Deins, wie könnte es auch? Ja, ich sehe das Andere in mir. Denn während mein Sein seine Konturen von mir gezeichnet und von Dir wegradiert bekommt, ist Deins ein Sein, das sein kann.

Kontext

Es sei still um mich geworden, sagen Menschen um mich herum. Ich kann sie bei dem lauten Getöse der Welt nicht verstehen. So konzentriert ich auch auf ihre Worte lausche, schreit es aggressiv von allen Seiten zurück.

Still?

Ich hebe meinen Blick von ihren Worten und schaue in ihre Gedanken. Sie sind Menschen, die sich echauffieren über alles, was seit Jahren so geschieht und mit den Jahren an Brisanz zunimmt. Menschen, die den Kopf schütteln, wenn diskutiert wird, wie diskutiert wird, gesagt wird, was gesagt wird. Menschen, die wütend werden und vielleicht sogar verzweifeln, weil so viel im Moment wütend macht und verzweifeln lässt. Menschen, die laut sind, wenn so viele schweigen.

Still?

Das kann es für sie werden. So laut es auch um sie herum ist und so laut sie auch zurück schreien. Wenn es still sein soll, kann es es sein. Für sie. Wenn es aufhören soll, dieses ewige Zerdenken, und wenn nur für einen Moment, kann es es. Für sie. Leise werden. Still sein.

Um mich herum sei es still geworden, sagen Menschen um mich herum. Ich kann sie bei dem lauten Getöse der Welt nicht verstehen. So konzentriert ich auch auf ihre Worte lausche, schreit es aggressiv von allen Seiten zurück. So laut, dass ich manchmal nicht mehr schreiben kann. Denn wenn Stille auch wichtig ist, ist sie immer, vor allem jedoch in diesen Zeiten und diesen Kontexten, ein mir verschlossen bleibendes Privileg.

Wenn es mal leise wird

Und

Das ist mein Liebling.

Und

Denn mit ihm geht es weiter, egal was davor war. Ob ich tauchen war und schwimmen mit Sardinen. Ob ich fliegen war und schweben mit Motten. Es geht einfach weiter. Ganz ohne Punkt. Selbst wenn ich einen setzen möchte, setzt sich mein Und dazu und lässt es weitergehen. Ganz unbekümmert. Als sei es ganz selbstverständlich, dass es da ist. Und da bleibt.

Nein, ohne mein Und könnte ich nicht. Und so beginne und ende ich gerne mit ihm. Denn alles um mich herum ergibt sich auseinander, sodass kein Punkt der Welt, nichts trennen kann. Manchmal, da vergesse ich das und möchte alles auseinander zerren. Isoliert betrachten. Einzeln fokussieren. Und dann schlägt mir mein Liebling gegen den Kopf und schüttelt seufzend sein U. Ohne mein Und wäre ich wohl bei den Sardinen geblieben und hätte niemals die Motten entdeckt. Oder hätte die einen von den anderen getrennt und das Wasser, in dem ich schwamm, so wie den Himmel, ich dem ich flog, in einem schwarzen Loch verschwinden lassen.

Und wenn es mal leise wird, um mich herum, dann weil ich meinem Liebling zuhöre, wie er undet und undend mein Sein umrundet. Und

Unbedacht

Die Sonne, sie muss dir ja so dankbar sein, denke ich, während ich dich beobachte. So viel Wärme und Licht wie du schenkst, kann sie jeden Tag etwas früher Feierabend machen. Ich glaube, denke ich, ich glaube, so getrost konnte sie noch nie ein Nickerchen in ihrem Wolkenbett machen.
Du tastest nach meinem Sonnenhut und setzt ihn mir auf. Schatten fällt auf meinen Kopf. Meine leuchtenden Augen behalten dich im Blick. Bei der Sonne hat niemand Angst, dass sie nur blendet. Irgendwie vertrauen wir ihr. Manchmal leichtsinnig. Unbedacht. Und trotz Sonnenbrand lieben wir sie und geben ihr keine Schuld. Bei dir, denke ich, bei dir war ich von Beginn an skeptisch. Sehr. Und ich muss gestehen, ich habe lange darauf gewartet, dass ich mich verbrenne. Aber im Gegensatz zur Sonne gibst du mir gar nicht erst die Möglichkeit, mich verbrennen zu lassen. Ich taste nach meinem Sonnenhut und nehme ihn nach kurzem Überlegen ab. Ich glaube, denke ich, ich glaube, mit dir kann ich leichtsinnig sein. Unbedacht.
Irgendwie vertraue ich dir.