Nachtblind

…ich tanze gerne im Nebel meiner Gefühle. Das Drehen und Springen, das Schwanken und Wippen; ich liebe es ganz bei mir zu sein.Manchmal stelle ich mir vor, meine Liebe sei ein Instrument, das nur ich spielen und eine Melodie, auf die nur ich tanzen kann. Mal gefällt mir dieser Gedanke und ich drehe mich lustvoll im warmen Sommerwind um meine eigene Achse. Ein anderes Mal macht es mich traurig und lässt mich mich alleine fühlen. Wie schade wäre es, könnte niemand außer mir diesen Takt des Gefühls halten, geschweige denn ihn überhaupt vernehmen. So stelle man sich ein Klavierstück vor, das von niemandem außer mir gespielt werden könnte – ein Lächeln. Ein Lächeln auf meinen Lippen. Vielleicht, lächele ich, vielleicht muss ich den Gedanken genau hier weiterführen: zwar kann nur ich meine Liebe so spielen, wie ich sie empfinde und auf ihr tanzen, wie der Takt es erlaubt, aber andere können mit ihren Liebesinstrumenten meines begleiten, ergänzen, vollenden und auf die neu entstandene Musik ihre Runden mit mir tanzend drehen. Wie laut würde ich diese Musik, die entsteht, aufdrehen – wie leidenschaftlich würde ich auf ihr tanzen. Ja, eines Tages, eines Tages, spiele ich in einer Band und spiele und tanze nicht mehr alleine.

Es lacht, das Kind, es lacht und tanzt im Nebel seiner Gefühle. Das Drehen und Springen, das Schwanken und Wippen; es liebt es, ganz bei sich zu sein.

pics by pixabay.com

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