Melisse

Im Nebel steht sie aufrecht, still
Ihr Blick ist leer und kalt
Die Hand, sie schwebt vor ihrer Brust
Als suche sie nach Halt.

Leicht ist ihr Kopf zur Seit’ gebeugt
Ihr Haar ist ungebunden
Die Augen ruh’n auf Nichts, nur Grau
Des Nebels schwere Stunden.

Der Wind, er lässt ihr all die Ruhe
Macht’s ihr gleich und steht ganz still
Die Nacht, sie schützt vor Blicken sie
Sie steht so da, wie sie es will.

Und einmal doch, da blinzelt sie
Hinein ins Ungewisse.
Die Hand gesenkt, die Lippen weich,
Die Nase riecht Melisse.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s