Tonband

Deine Worte hallen in meinen Ohren. Morgens, wenn ich die Augen öffne, Nachts, wenn ich sie schließe. Wie ein Tonband in meinem Kopf, mit nichts als deiner Stimme darauf. Manchmal, wenn ich alleine bin, spreche ich sie dir nach.
‚Du schaffst es nicht, du schaffst es einfach nicht.’
Es gab Zeiten, da habe ich dir geglaubt. Dir und deinen Worten. ‚Ich schaffe es nicht, ich schaffe es einfach nicht’, hallte es in meinen Ohren. Morgens, wenn ich die Augen öffnete, nachts, wenn ich sie schloss. Wie ein Tonband in meinem Kopf, mit nichts als meiner Stimme darauf. Einmal, als ich alleine war, sprach ich sie laut aus. ‚Ich schaffe es nicht. Ich…’ begriff. Das waren deine Worte, nicht meine, die da so in meinem Kopf hallten. Und ich wurde wütend. Und traurig. Und ruhig. Und glücklich. Fortan würden deine Worte in meinen Ohren hallen. Morgens, wenn ich die Augen öffnen, Nachts, wenn ich sie schließen würde. Wie ein Tonband in meinem Kopf, mit nichts als deiner Stimme darauf. Und fortan würde ich laut erwidern: ‚Wer bist du, dass du meinst, mir Können abzusprechen? Es sind ja doch deine Fehler, die sich in meinem Schatten verstecken. Tief in dir drin, da schreit dich etwas an
‚Du schaffst es nicht, du schaffst es einfach nicht.’

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