Und wenn ich dich doch mag

Ein klein wenig springt mein Herz, wenn ich dich so lachen sehe. Ich traue mich kaum, dich anzuschauen, aus Angst, einen Atemzug zu lange meine Augen auf deinem schönen Gesicht verweilen zu lassen. Und bilde ich mir ein, dass auch du die Sekunden zählst, in denen sich unsere Blicke umarmen? Es ist, als würden unsere Augen tanzen, während unsere Lippen Worte wie „Klausurenphase“ und „Bib“ formen. Eins, zwei, drei; eins zwei drei, schwingen sie rhythmisch durch den Ballsaal meiner Fantasie und jeder Lidschlag macht mir Angst, den Takt zu verlieren. Eins, zwei, drei, eins, zwei – halt. Zu lange geschaut. Zu lange. Und wenn ich dich doch mag?

Meine Augen wandern über Stock und Stein. Den Weg weg von dir suchend, landen sie immer wieder vor deinen Füßen. Eins, zwei, drei Sekunden und wieder treffen meine Augen deine. Kann man sich einbilden, alleine zu tanzen, frage ich mich und schaue einen Lidschlag länger. Dein Blick senkt sich. Ich weiß, du weißt nicht, ob du tanzen willst oder nicht, aber wieso hältst du mich bei jeder Umdrehung so fest im Arm, als hättest du Angst, ich könnte dich loslassen und vom Parkett rennen? Oder schwinge ich seit jeher nur mit deinem langen Schatten als Tanzpartner über den Holzboden, frage ich mich. Loslassen wäre wohl gut, denke ich. Loslassen. Und wenn ich dich doch mag?

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