Adieu ihr Narren

Lieber Gerd,

ich kann die Augen kaum offen halten. Müde senken sich meine Lider. Meine Hände liegen auf meinem Schoß. Mein Körper schaukelt mal sanft, mal etwas ruppig  hin und her. „Nächster Halt: Braunschweig. Der Ausstieg in Fahrtrichtung rechts.“ Meine Brust hebt und senkt sich sanft. Um mich herum stehen Menschen hektisch auf. Greifen nach ihren Jacken und Taschen, blicken noch ein viertes mal zurück auf ihren Sitz und laufen dann Richtung Ausgang. Das kann ich alles mit geschlossenen Augen wahrnehmen. Wie es wohl wäre, jetzt aufzustehen, einmal laut: ADIEU IHR NARREN! zu rufen und sich dann seelenruhig wieder hinzusetzen? Ach, dieses Spektakel hat hier niemand verdient, denke ich. Am Ende würden sie wohl mich mit ihrer Norm zum Narren halten. Ich sinke etwas tiefer in meinen unbequemen Sitz. Wohin mit diesem Kopf? Er ist so schwer, wenn ich müde bin. Lasst mich schlafen… Ihr könnt auch gerne ein Bild von mir machen, wie ich mich im Wippen des Zuges verliere und dann komische Bildchen ins Bildchen setzen. Was würde man auch sonst im Zuge der Narren tun.

2 Kommentare zu „Adieu ihr Narren

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