Entleert

Manchmal ist mir danach, zu sagen, dass ich wortlos bin. In vielen Farben, gereimt und gefüllt mit nichts außer wortlosem Sinn.

Auch gibt es diese Momente, gedankenversunken, entleert, in denen kein einziger Gedanke trotz Wehen Gedanken gebärt.

Und dann sind da diese Tage, da bebt mein Herz ganz schwer unter endlosen Gefühlen, die gefühllos sind und mehr.

4 Kommentare zu „Entleert

  1. Das zweite Moment, das Du benannt hast, spricht mich besonders an. So, als ob es mir bekannt ist, in dieser Art:

    Ich bin voller Emotionen, so sehr, dass es buchstäblich weh tut. Und ich möchte sie herausschreiben, den Druck dadurch abbauen, sie anschauen können und mich (wieder-)finden. Aber es geht nicht. Ich bringe keine einzige Zeile zustande. Weil es zuviel ist, weil es so sehr aufwühlt. So sehr, dass ich keinen Gedanken fassen kann.

    Wenn Du Ähnliches meintest, wäre es ganz und gar verblüffend. Und schon eine zweite „krasse“ (sic!) Parallelle, Übereinstimmung.

    Auch die anderen beiden Momente, die Du beschrieben hast, sind mir irgendwie nah. Nur weiß ich gerade nicht, das in Worte zu fassen.

    In jedem Fall sind es keine einfachen Momente.

    Ich möchte Dir deshalb ein Lächeln schicken und ein bisschen Sternenstaub. Liebe Grüße an Dich!

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    1. Ich brauche nichts, außer mir selbst und etwas, womit ich meine Gedanken festhalten kann – dachte ich. Seitdem ich aber Menschen virtuell begegne, die „mich“ lesen und „reagieren“, spüre ich ein so warmes Gefühl in mir. Dass so etwas wärmendes von einem so kühlen Objekt, wie meinem Laptop, ausgehen kann, hätte ich niemals gedacht.

      Sternenflüsterer, ich habe geschrieben, um das, was in mir geschieht, loszuwerden. Ohne wirklich zu überlegen, was ich da eigentlich schreibe. Beim Lesen Deiner Nachricht hat sich irgendetwas in mir gelöst und ich bekam dicke Tränen in die Augen. Weil ich plötzlich wusste, wieso ich das geschrieben habe. Weil es mich so berührt hat, dass Du Dir Zeit genommen hast. Weil ich traurig darüber wurde, so in mir gefangen zu sein, dass ich kaum andere Gedanken lesen und so „da“ sein kann, wie Du es für mich gestern warst.

      Ich danke Dir für Dein Lächeln, Sternenstaub und Dich.

      Saide

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      1. Ich bin sehr bewegt von dem, was Du mir hier geschrieben hast. Denn Dich zum Weinen bringen, das wollte ich nicht. Aber ich verstehe es so, dass es dann doch Tränen der Erleichterung und Freude waren. Darüber bin ich froh …

        Im Übrigen finde ich mich selbst auch darin wieder, dass Du sagtest, geschrieben zu haben, um etwas loszuwerden, was in Dir geschieht, ohne zu überlegen, was Du eigentlich schreiben würdest.

        Auf diese Art und Weise beginnen und entstehen etliche meiner Tagebuchseiten …

        Auch wenn ich erst vergleichsweise wenig von Dir gelesen habe, glaube ich eines schon gefunden zu haben: Du bist ein empfindsamer Mensch, der vieles wahrnimmt und es serh umfassend wahrnimmt. – Das ist eine schöne Gabe. Die Empfindsamkeit macht freilich, dass es gar nicht so einfach ist, das alles, was da wahr- und aufgenommen wird, zu verarbeiten. Zumal, wenn noch ein kritscher Charakter, ein hinterfragendes Gewissen, ihr Begleiter ist.

        Ich finde es schön, dass ich Dir jetzt, da ich Dich lesen kann, ein bisschen Zeit haben und geben darf für Deine Gedanken, für Dich.

        Liebe Grüße und hoffentlich gute und erholsame Zeit für Dich an diesem Wochenende!

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      2. Ich wünsche mir, bald auch wieder durch die Geschichten von Dir, von Euch, reisen und Dich, Euch, so begleiten zu können, wie ich von Dir, von Euch, begleitet werde. Hab‘ eine schöne Woche mit viel, viel Sonne und viele, viele sanfte Brisen.

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