Ich habe Angst

Ich habe Angst.
Schallt es in meinem Kopf.
Ich habe Angst.
Während der Frühling den Winter in den Schlaf wiegt, jede Stunde des Tages den Nachgeschmack vergeudeter Zeit in sich trägt. Während der Wind ein Portrait des Universums auf meine Haut zeichnet und die Düfte hunderter Welten meine Nase hinauf schweben.
Ich habe Angst.
Während das Leben in seinen feinen und groben Zügen ein Wunder und Geschenk ist, Liebe und Geborgenheit meinen Körper umhüllen. Während keine Sorgen es wert sind Sorgen zu sein und keine
Ängste meine Ängste beängstigen
können.

7 Kommentare zu „Ich habe Angst

  1. Ich weiß, dass das eine sehr persönliche Frage ist, aber sie bewegt mich sehr:

    Was ängstigt Dich so sehr?

    Wenn Du sie nicht beantworten kannst oder möchtest, ist das völlig in Ordnung. – Mir ist es nur nicht egal, wenn sich Menschen ängstigen. Und wenn ich weiß, dass es sich konkret um einen sensibel denkenden und seienden Menschen handelt, dann ist möchte ich vor allem etwas zun können. Und wenn es VERSTEHEN ist. Weil ich selbst weiß, wie gut und wichtig es ist, VERSTEHEN spüren zu dürfen.

    Aufrichtig freundliche und liebe Grüße an Dich, liebe Saide!

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    1. Manches lasse ich doch gerne einfach so stehen, aber ich danke aufrichtig für die Nachfrage! Ich schreibe nicht nur, um „mich festzuhalten“, sondern um auch ein Spiegel sein zu können, zu dürfen. Und so vage Angst auch ist bzw. der Text, hoffe ich, dass dennoch der Transfer zum eigenen Empfinden möglich ist; vielleicht sogar gerade deswegen. Mein Blog soll nicht um mich gehen, sondern Gedanken, Emotionen, Erfahrungen benennen, die durch viele Menschen schwirren. Ich wünsche mir, dass er den Blick auf einen selbst lenkt und sich nicht in meiner Verkörperung verliert. Damit sage ich nicht, dass Du das gerade tust – nein! 🙂 ich sage das, weil ich weiß, dass mehr Menschen diese Kommentare lesen und ich noch einmal festhalten möchte, dass Autobiographie nicht bedeutet, dass Erzähltes lediglich subjektive Dinge beschreibt. Keiner von uns lebt im Vakuum und wir beeinflussen und werden beeinflusst. Dadurch teilen wir auch viele Gefühle und Gedanken. Ich teile hier also nicht nur mich, sondern – so hoffe ich – auch meine Leser*innen. Die Frage ist also nicht (nur), was macht mir Angst, sondern Dir, der Leserschaft.

      Gefällt 2 Personen

      1. Diese Intension war mir so (noch) nicht bewusst. Jetzt kann und werde ich Deine Texte und Zeilen mit anderen Augen und auch mit anderer Perspektive lesen. –

        Wenn ich also nun Dein „Ich hab‘ Angst“ noch einmal auf mich wirken lasse, dann muss ich freilich sagen, dass es mich nun auf andere Weise, sehr bewegt. Ich bin beeindruckt von der Authentizität, die ich empfinde, wenn ich in meine eigenen Ängste hineinhöre.

        Ich bin sehr froh, liebe Saide, dass Du mir meine sehr persönliche Frage nicht übel genommen hast.

        Es ist ein bisschen mein Wesen, zunächst zu „unterstellen“, dass jemand, vor allem wenn er/sie eine Empfindung beschreibt, wenigstens AUCH, von sich schreibt. Selbst bei Romanen, wo ein Autor/eine Autorin, Empfindungen etwa einer Protagonistin darstellt, tue ich das. Eben, weil es auf mich häufig so authentisch wirkt, dass ich es mir nicht anders vorstellen kann. Und ich fühle jedesmal buchstäblich mit. – Ich bin (nicht nur insoweit) sehr sensibel, manche nennen es auch „überempfindsam“. (Das ist mitunter ein bisschen irritierend, ich weiß … – und es kann, leider, auch wieder vorkommen …)

        Aus diesem, meinem Wesen heraus, hatte ich meine Frage gestellt. Das Letzte was ich wollte, war, Dir damit zu nahe zu treten. Und deshalb bin ich froh, dass ich nun Deine heutigen Zeilen lesen durfte, so, wie sie sind.

        Dankeschön, und wieder liebe Grüße an Dich!

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      1. Hey, tut mir leid, dass ich mich nicht gemeldet habe, ich glaube, ich habe irgendwann einmal die Email-Benachrichtigungen ausgeschaltet und so wahnsinnig aktiv bin ich hier tatsächlich nicht;) Aber ich habe auch eine Seite, bei der ich hin und wieder etwas poste. Sie heißt, „weltinmeinemkopf“ und ja sie liegt im Sterben, aber ich bin dennoch optimistisch 😀

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      2. Welten liegen nie im Sterben. Sie drehen sich nur manchmal schneller, manchmal langsamer und manchmal so, dass wir es nicht wahrnehmen 🙂 Aber das muss ich dir sicherlich nicht sagen 😉 Ich wäre gerne ein Teil von ihr, aber immer, wenn ich auf den Link in deinem angezeigten Namen gehe, erscheint die Meldung, es gäbe keine Seite 😦

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