Wolkenweich

Lass mich fallen, wenn ich taumel’, fallen will ich nur allein,
Taumeln hilft mir in Gedanken ganz und nur bei mir zu sein.
In den Wunden liegt mein Wesen, tief durchzogen, streng gefüllt,
Jede Zelle, jede Faser ist in Endlichkeit gehüllt.
Angst hab’ ich vor keiner Wunde, die mein Körper auf sich zieht,
Jeder Stich und jeder Kratzer zeigt wie mich mein Wesen sieht.
Blaue Flecken wandern mit mir, färben meine Seele weiß,
Ohne sie und ihre Schmerzen, dreht sich Mensch im Lebenskreis.

Siehst du keine meiner Wunden, siehst mich zart und seidig gleich,
Ist es Liebe für mein Wesen, mich ummantelnd wolkenweich.

3 Kommentare zu „Wolkenweich

  1. Liebe Saide,

    bitte verzeih‘ mir, wenn es irgendwie (zu) pathetisch klingt, was ich jetzt schreibe. Ich schreibe es einfach so, wie es mir gerade im Herzen ist, habe keine Scheu, Dir die darin wohnende Emotion und ihre Art und Weise zu beschreiben:

    Ich LIEBE Deine Verse. – Dieser Text da oben hat mir beim Lesen Bilder in die Seele gemalt. So, dass ich diesen Text buchstäblich GEFÜHLT habe. Es war zum Teil wie ein (Wieder)finden meiner selbst, zum Teil wie ein Entdecken von noch Verborgenem in mir.

    Und es war und ist ein Glücksgefühl, dass da jemand ist, die so schreibt, so augenscheinlich authentisch, dass es sich wie eine Verwandtschaft anfühlt.

    Es gibt nur sehr, sehr wenige „Schreiberlein“, die Derartiges in mir auszulösen, anzustoßen vermögen.

    Ich LIEBE Deine Worte, wie Du sie miteinander verbindest, wie Du sie Bilder malen und Emotionen schaffen lässt. Sie sind für mich wahrhaftige Poesie. Treffend schön, voller Inhalt und Aussage, einzigartig beschreibend.

    Es ist keine „Schwärmerei“, wenn ich das schreibe. Es ist mein ganz ursprüngliches, ehrliches Empfinden und ich teile es lediglich aufrichtig mit.

    Aber ich möchte, wollte, will, dass Du davon erfährst, liebe Saide.

    Schreib weiter, schreib nur immer weiter. Deine Texte, Deine Gedanken sind Geschenke!

    Viele herzliche und liebe Grüße an Dich!

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    1. Deine Worte haben mir die Sprache verschlagen und bis heute weiß ich mein Gefühl in kein Buchstabenkleid zu packen. Stündest Du vor mir, würde ich den Kopf beschämt senken und meine Hände kneten. Ich würde meinen linken Mundwinkel zur Seite ziehen und die Lippen dabei fest aufeinander drücken. Meine Augenbrauen würden sich zusammentun, als wollten sie sich gegenseitig festhalten. Ich würde leicht hin und her schunkeln. So wie ich es unterbewusst häufig tue. Irgendwann würde ich die Arme auseinander reißen, mit gesenktem Kopf auf dich zugehen und Dich ohne Vorwarnung umarmen. So viel denkend. So wenig aushaltend. Dankbar.

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      1. Oh nein, liebe Saide, die Sprache verschlagen wollte ich Dir gerade nicht. Weil Du doch so wunderbar schreibst und weil Du etwas zu sagen hast.

        Nimm ruhig und gern an, was ich Dir schrieb. Worte eines literarischen Laien, Worte, die ganz aus originärem Empfinden geschrieben bzw. geboren sind. – So wie Deine Umarmung „ohne Vorwarnung“, die ich vor allem deshalb mit Freude annehmen konnte. Auch ich bin also danbkbar. 🙂

        Liebe Wochenenedgrüße an Dich!

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