Hintergrundmusik

Siehst du den hellen Schatten, der sich auf meine Augen legt? Ich kann nicht ausmachen, woher er kommt. Wo seine Wurzeln liegen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich ihn wirklich sehe. Manchmal, so habe ich das Gefühl, sitzt er unverkennbar auf meiner Stirn. Drückt sich auf meine Augen, bis sie nur noch verzerrte Farbkleckse wahrnehmen. Ein anderes Mal ist dieser helle Schatten mehr spür- als sehbar. Wie geschmolzener Puderzucker deutet er sein Da-Sein an. Wenn ich mich so umschaue, nach seinem Körper suchend, ist es, als könne nur mein drittes Auge sehen. In sich schauend erblickt es Angst. Sorge. Zweifel.
Manchmal, denke ich, manchmal würde ich gerne meine Emotionen anhalten, während sich die Welt weiterdreht. Wie verstummende Hintergrundmusik in einem Film. Oder auf dem Jahrmarkt. Was würde dann noch bleiben?

Mit deinem dritten Auge, siehst du den hellen Schatten, der sich auf meine Augen legt. Auch du kannst nicht ausmachen, woher er kommt. Wo seine Wurzeln liegen. Ich bin mir sicher, die Frage danach stellst du dir auch nicht.

Du küsst sanft meine Stirn. Streichst mir zärtlich über den Kopf.
Öffnest mir die Augen.
Und während die Welt für einen Moment still steht, umarmen Emotionen warm meine Seele. Was bleibt, bist Du. Liebe.
Und Vertrauen.

2 Kommentare zu „Hintergrundmusik

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