Entleert

Manchmal ist mir danach, zu sagen, dass ich wortlos bin. In vielen Farben, gereimt und gefüllt mit nichts außer wortlosem Sinn.

Auch gibt es diese Momente, gedankenversunken, entleert, in denen kein einziger Gedanke trotz Wehen Gedanken gebärt.

Und dann sind da diese Tage, da bebt mein Herz ganz schwer unter endlosen Gefühlen, die gefühllos sind und mehr.

Lieblings Award und mehr

Liebe Alle und mit diesem Beitrag besonders:
Liebe Katinka,

ich dachte immer, ich schreibe, um Gedanken festzuhalten. Die Suche nach Bildern und Rhythmus sind jedoch stets eine Suche nach mir. Ich schreibe, um mich festzuhalten. Als gäbe es nichts und niemand anderen, der dies an meiner Worte Stelle tun könnte.

Mich festhalten. Mir Halt geben. Mich spiegeln und mich verzerren. Mich beleuchten. Mir Sinn geben. Mich sehen und mich verstummen lassen.

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Messe messing with me

Lieber Gerd,

ich habe es getan. Tatsächlich. Drei Tage als Messehostess gearbeitet. Ich sag‘ dir was, Gerd: sowas macht jemand mit meinem Kopf einmal und nie wieder. Ich hatte ein herzliebes Team und eine herzliebe Aufgabe (Apfelstücke verschenken), aber herzlieb waren die meisten der Gestalten nicht zu mir. Naja. Oder vielleicht „zu“ herzlieb? Nein. Nein. Wirklich nicht. Weiß du, ich verstehe echt nicht, was in so einem beschränkten Kopf vor sich gehen muss, wenn er meint, sich so benehmen zu müssen. „Messe messing with me“ weiterlesen

Dear Teen Me

Dear Teen Me,

I know, life sucks these times and you‘re sitting, waiting, wishing for better days. I know, what makes you happy and keep on going, is picturing yourself in your mid 20s: Independent and having great hair and a perfect body.

Honey, age won‘t change anything. Shifts of dependency will always make you think, you‘re not Independent. And you will always struggle with your body no matter how much weight you‘ll loose, because it is your head that weighs way too much. Your hair will always be anything but straight and it will always be difficult to „totally get“ your curls. „Dear Teen Me“ weiterlesen

2018 – und immer noch 17

Lieber Gerd,

es ist 2018 und seit ungefähr 13 Jahren bin ich 17. Vor 12 Jahren hat es angefangen und da war es noch ganz toll. Älter eingeschätzt wurde ich erwachsener behandelt. Respektvoller. Bis vor 7 Jahren war es auch irgendwie noch in Ordnung, jünger gesehen zu werden. Es war eher witzig, als problematisch. Seit drei Jahren und besonders meinem letzten Geburtstag, finde ich es einfach nur noch unverschämt. 17 Jahre zu sein ist genauso, wie zehn Jahre älter oder jünger zu sein – nicht der Rede wert. Wenn aber Menschen aus dem Alter schließen, wie sie einen behandeln sollen, dann möchte ich doch wirklich endlich älter gesehen werden! Redet nicht mit mir, als sei ich ein Kind – denn auch wenn ich es wäre, verdiene ich ein Gespräch, in dem meine Persönlichkeit sprechen gelassen und dementsprechend behandelt wird. Ich bin nicht „reif für mein Alter“; was das auch immer bedeuten mag! Ich bin erfahrener, als die Menschen denken.

Es ist irgendwie ganz bezeichnend: anstatt so zu reagieren, soll ich mich über den Fakt freuen, jünger geschätzt zu werden. Davon kann ich mir kein Eis kaufen; auch wenn die meisten Menschen denken, dass ich damit besonders gelockt werden könnte. Ich habe keine Angst vor Falten. Oder einer Zahl. Vielleicht sollte einfach aufgehört werden, Menschen jünger zu schätzen, weil sie „so frisch“ aussehen. Wenn ich in zehn Jahren immer noch nicht über der 20er Grenze bin und behandelt werde, wie ein unerfahrenes Baby, höre ich auf zu duschen, ich schwöre.