Dear Teen Me

Dear Teen Me,

I know, life sucks these times and you‘re sitting, waiting, wishing for better days. I know, what makes you happy and keep on going, is picturing yourself in your mid 20s: Independent and having great hair and a perfect body.

Honey, age won‘t change anything. Shifts of dependency will always make you think, you‘re not Independent. And you will always struggle with your body no matter how much weight you‘ll loose, because it is your head that weighs way too much. Your hair will always be anything but straight and it will always be difficult to „totally get“ your curls. „Dear Teen Me“ weiterlesen

dm Berlin, 06.11.2017, 17:06 Uhr

„Ich gebe mir Mühe, Mama. Ich bin doch keine Erwachsene.“

Sie hat ihre Hände ausgestreckt. Die Frau, die ihr gegenübersteht, streicht mit Tüchern über die schmalen Finger des Kindes. Sie sind voller Handcreme. Fettig leuchtend. „Ja, aber du bist so ungeschickt!“ Mit meinen Blicken weiß ich nicht wohin. Aber meine Ohren richten sich gebannt Richtung Mädchen.
„Ich bin doch keine Erwachsene.“
Ich bekomme Gänsehaut. Möchte zu ihr gehen. Sie umarmen. Festhalten. Beschützen.
„Ich gebe mir Mühe.“
Du Wunder. Murmele ich. Streiche über die Gänsehaut auf meinen Armen. Laufe weiter. Hinaus ins Dunkle. Still durch die Nacht. Mit jedem Schritt weiter weg von ihr, nähert sich ihr mein Herz. Erschüttert über ihr Reflektiert-Sein. Fragend, ob sie durch die Erwartungen der Welt so „reif für ihr Alter“ wurde; es werden musste. Oder ob wir Menschen beim „Erwachsen-werden“ unseren Blick für das Unsichtbare verlieren; aus einem „reifen“, in einen „faulenden“ Zustand stolpern.
Entweder. Oder. Und Beides entsetzt.

Frohes Ein-Jähriges, Schnegge und Danke für Euch

Heute haben wir einjähriges, mein Blog und ich; darauf hat mich zumindest WordPress netterweise hingewiesen. Ich bin sprachlos. Mein Atmen stockt. Mein Herz klopft. Nicht vor Aufregung und Freude. Nein. Viel mehr, weil ich mich daran erinnere, wie ich diesen Blog hier gestartet habe. Versunken in meinem Kopf. Ich habe mich gezwungen, mich zu registrieren. Zu schreiben. Zu schreiben. Zu schreiben. Alles aus meinem Kopf heraus zu zerren. Irgendwie hatte ich das Gefühl, so ein Blog ist verbindlich. Auch wenn ihn keiner liest. Er existiert. In den Weiten des Internets. Ein zu Hause für meine Gedanken. Ganz egal, ob Besuch kommt oder nicht. Es könnte ja… ganz unangekündigt… und dann muss alles ordentlich sein. Aber darum ging es nicht. Es ging darum, einen Ort zu kreieren, in dem Gedachtes geboren werden und leben kann. Ein Ort, den ich betreten und vor allem verlassen kann. So entstand er, mein Blog. Und ich muss sagen… ich bin ganz stolz. Wenn ich jetzt so schaue, was für eine Saide hier tippt. Das schaut doch ganz gut aus 🙂 In dem Sinne:
Frohes Ein-Jähriges, Schnegge.

Ach… und ja… es kümmert mich wirklich herzlich wenig, wie viele Menschen diesen Blog lesen, aber in manch Einen habe ich einen (wenn auch imaginierten) Freund gefunden – meist auch, weil ich andere Gedanken lesen durfte und sie mir stets nahe gehen, mich berühren und ermutigen, diese Welt auch mal schwarz-weiß, aber doch auch in ihren wirklichen, nicht vom Menschen beeinflussten Farben zu sehen. Danke für Euch.

TU Berlin, 07.08.17, 12:42 Uhr

Er blickt lächelnd auf sein Handy. Seine Finger gleiten über das Display. Die kleinen Grübchen über seinen Mundwinkeln hüpfen leicht, als er schmunzelnd aufatmet. Er räuspert sich. Sein Blick bleibt auf dem Display. Ich kann seine Augen nicht erkennen, da die Ränder seiner Brille meinen Augen im Wege stehen. Die weichen Züge seines Gesichts erzählen jedoch mehr, als er sich vielleicht bewusst ist. Ob es wohl ein verliebter Blick ist?, frage ich mich. Oder gibt ihm sein Kumpel gerade Tipps, wie er das Mädchen neben ihm, das fleißig die Tasten ihres Macs drückt, nach ihrer Handynummer fragen könnte. Während ich überlege, schaue ich kurz weg. Als mein Blick erneut sein Gesicht trifft, sind die weichen Züge noch weicher, das angedeutete Lächeln ein Grinsen. Er ist glücklich. Wieso auch immer. Er ist glücklich und irgendwie macht es mich das in aller Unbekanntheit auch.

Du, ja du

Manchmal liege ich ganz still. Die Hände flach auf meinem Bauch. Mein Blick geht starr ins Leere. Meine Gedanken Hall und Rauch.

Manchmal atme ich ganz ruhig. Mein Brustkorb hebt sich leicht. Die kalte Luft füllt meine Lungen. So viel’s zum Leben reicht.

Manchmal denke ich an dich. Wie du mir sagst, zu liegen. Deine Hände auf meinen Bauch. Mein Geist bereit zu fliegen.

Manchmal rieche ich dich. Im Liegen, beim Atmen und Leben. Hör’ deine Stimme, diesen Klang, warm meine Stimmung heben.

Und manchmal ist es dieser Duft, der mich so schlimm zerfrisst, weil er mir sagt, dass du, ja du, ja doch im Himmel bist.