Pausenlos

Weißt Du,
die Blumen, die du mir schenkst, sind mir ein Dorn im Auge. Ihr wohliger Duft brennt in meiner Nase, ihre weichen Blätter vertrocknen meine Haut. Was soll ich mit diesen wunderschönen Köpfen, wenn sie sich pausenlos an ihren Stielen festhalten? Was bringen mir ihre zarten Konturen, wenn sie unsere verwischen?

Ich gestehe, anfangs konnte ich nicht genug von ihnen kriegen. Das siehst du ja, wenn du dich umschaust. Um so einen Garten zu hüten, zu pflegen, muss wenigstens der kleine Finger grün sein. Und so streckte ich den meinen naiv aus, während ich die Gießkanne in der Hand hielt und von Blume zu Blume wanderte. Dass es nicht hinter meinem Ringfinger grün leuchtete, sondern hinter unserer beider Ohren, bemerke ich erst jetzt.

Weißt Du,
die Blumen, die du mir schenkst, sind mir ein Dorn im Auge. Ihr wohliger Duft brennt in meiner Nase, ihre weichen Blätter vertrocknen meine Haut. Was soll ich mit diesen wunderschönen Köpfen, wenn sie sich pausenlos an ihren Stielen festhalten? Was bringen mir ihre zarten Konturen, wenn sie unsere verwischen?

Ich gestehe, ich möchte sie weiterhin ansehen. Sie beobachten, wie sie langsam ihre Fülle und Farbe verlieren, wie sie gedankenlos zergehen und mit dem Schein, den sie trugen verwehen.

Zum Namenstag

Gott fügt hinzu.
Liebe, Geborgenheit und Vertrauen.
Gott fügt hinzu.
Anerkennung, Respekt und Wertschätzung.
Gott fügt hinzu.
Eine dritte Hand, ein zweiter Blick und ein einzigartiger Sinn.
Gott fügt hinzu.
Wärme, Schutz und Ehrlichkeit.
Gott fügt hinzu.
Ein helles Licht, ein schattiger Platz.
Eine sanfte Brise, ein starker Ruck.
Eine Schulter, ein Spiegel, Rhabarberkuchen.
Gott fügt hinzu.
Josepha.
Gott fügt hinzu.

Ja

Lass mich lachen, wenn du weinst.
Unserer Liebe wegen.
Rennen, wenn du stehst
allein im kalten Regen.

Ich will weinen, wenn du lachst,
Für alles, was wir sind,
Warten, wenn du eilst
Mich sehend tröstend blind.

Singen, wenn du schreist,
Wachen, wenn du schläfst.
Das Gegenteil tun,
von dem, was du mir rätst.